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Geschichte des Musikvereins...
Geschichte des Musikvereins...

1912 ist das Gründungsjahr des Musikverein "Eintracht" e.V. Horgen. In diesem Jahr wurde ebenfalls der Kirchturm samt neuer Glocke und Turmuhr wie auch das Schulhaus neu errichtet. Erstmals gab es in diesem Jahr auch elektrischen Strom im Ort (im Farrenstall, Rathaus und dem neuen Schulhaus samt Lehrerwohnung). Wir befinden uns in der "guten, alten Zeit", wie man in der Horgener Chronik 1937 schreibt. Den Bürgern von Horgen geht es gut. Sie müssen zwar längere Fußwege auf sich nehmen, um nach Rottweil zu gelangen (oder mit dem Fahrrad fahren, dies war jedoch eine noch nicht besonders verbreitete Methode), aber dennoch war ein gewisser Wohlstand vorhanden. In Gemeinderatsprotokollen dieser Zeit sollen sogar, heutzutage gar magische Worte wie: "In der Gemeindekasse befindet sich gegenwärtig ziemlich viel Geld" zu finden gewesen sein.

Bei dem Bau des neuen Kirchturms war der Maurer Gottfried Weinmann aus Schörzingen beschäftigt, welcher als Gründer der Horgener Musikkapelle gilt und diese auch zu Beginn leitete. Die Mit-Gründer und gleichzeitig ersten Musiker waren: Josef Mink, Gottfried Heimburger, Konstantin Dilger, Engelbert Baur, Johannes Glatz und Konrad Schumpp.

Aber die gute, alte Zeit war bald zu Ende, denn zwei Jahre später stellte der Beginn des 1. Weltkrieges den ersten Einschnitt in die kurze Geschichte des Vereins dar.

1923 die Musikkapelle von Horgen in Stetten:

Die Musiker von links: Alois Burkard, Eugen Mink, Gottfried Heimburger, Anton Mink, Viktor Albrecht, Meinrad Burkard, Konstantin Dilger, Johann Merkle, Bernhard Bauer, Martin Graf, Hermenegild Hall, Josef Merkle, Heinrich Schmieder, Kapellmeister Christian Schlenker.

1937 dachte niemand in Horgen an ein Jubiläum zum 25-jährigen bestehen, denn die Horgener Musikkapelle war erst seit dem Vorjahr wieder aktiv. Bei der volkszählung im Jahre 1933 zählte Horgen stolze 489 Einwohner. "Es sind gesunde, kräftige, fleißige Menschen, die schon seit der frühesten Jugend harte Arbeit gewöhnt sind." So beschreibt die Chronik des 3. Reiches die Situation. Seit dem letzten Jahr (1936) hat die Kapelle einen neuen Dirigenten (nach Christian Schlenker, Hans Weiß und Albert Müller), der die Geschichte des Vereins entscheidend prägte: Karl Bucher aus Rottweil. Bis 1977 dirigierte er "seine Horgener" und trug wesentliches zur Vitalität des Vereins bei. Nach dem 1. Weltkrieg hatten sich erst 1925 wieder Mitglieder der Kapelle zusammengetan und sich dem Musikverband "Hinter Villingen" angeschlossen. Aber auch dieser Versuch war wohl nur von kurzer Dauer, denn die eintragungen des Schriftführerbuches der Kapelle, das 1936 beginnt, vermerkt, dass die Musikkapelle "nach längerem Ruhen" wieder ins Leben gerufen wurde und dass die Musik in Horgen eine "neue Auferstehung" feiern werde. Die Kapelle trat bereits zum Maifest wieder auf, doch zur damaligen Zeit war es nicht gerade günstig, deartig zeitaufwändigen Freizeitbeschäftigungen nach zu gehen. Selbst wenn dies ganz im Sinne der damaligen Machthaber war. Der Organisationsleiter konnte drei Jahre später (am 24.12.1939) nur traurig feststellen: "Unsere Kapelle hat die Tätigkeit eingestellt bis auf weiteres, zu wenig aktive Spieler". Es wurden fast 7 Jahre, bis wieder Musik gemacht werden konnte. Zu Hitlers Geburtstag 1940 wurden sogar 2 Instrumente und ein Schlagzeugbecken bei der Metallspende des deutschen Volkes geopfert.

1946 war der Weiße Sonntag der Anlass, wieder öffentlich aufzutreten. Die mageren Jahre erschienen 1947 vorbei zu sein, da immerhin wieder 20 Namen als aktive Mitglieder der Musikkapelle Horgen verzeichnet waren. Die bisherige Gemeindekapelle wurde nun unbenannt, aus ihr wurde der Musikverein "Eintracht" Horgen. Von hier an begannen - wie wir heute wissen - 40 lebendige Jahre im Zeichen der Musik. So feierte der Verein im Jahre 1952 sein 40-jähriges Jubiläum.

1962 feierte der Musikverein "Eintracht" e.V. sein 50-jähriges Bestehen unter der Leitung von Karl Bucher. Das 50-jährige Jubiläum war mit einem großen Musikertreffen des Kreis Rottweil im Bezirk Schwarzwald-Süd des Deutschen Blasmusikverbandes verbunden. Dieses Jubiläum fiel zum Zeitpunkt des Aufschwungs, nach vielen ernüchternden Jahren des Krieges und der Nachkriegszeit, somit schon fast wieder in eine "gute, alte Zeit". Die Einwohnerzahl des Dorfes war auf 500 angewachsen, Horgen plante und baute die Ortskanalisation, neue Straßen und Wege, einen Anbau ans Schulhaus (welcher jedoch nicht umgesetzt wurde) und die Friedhofserweiterung. Der Musikverein hatte unter seinem Dirigenten Karl Bucher einen beträchtlichen Aufschwung genommen (z.B. hatte der MV 1959 in Bösingen einen 1. Rang erspielt) und zählte jetzt bereits 38 aktive Mitlgieder. Sehr lobend wird erwähnt, dass die Gemeinde die Hälfte der Kosten für neue Uniformen aus der Gemeindekasse bezahlte, ohne Anrechnung auf den jährlichen Zuschuss. Das Jubiläum wurde intensiv vorbereitet und vom 26.-28. Mai festlich gefeiert. Voller Stolz fasst der Schriftführer zusammen, dass dieses Fest gezeigt hat, "wie man Freunde schafft in unserer Zeit, durch Einigkeit". Der Musikverein machte musiklaisch weiter große Fortschritte, so dass sein Ruf "ins ganze württembergische Land" drang und er jährlich beim historischen Narrensprung in Rottweil, bei Maifeiern und auch beim Volksfest 1962 großen Eindruck hinterließ.

to be continued...

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